Fördergelder

Felix-Wankel-Forschungspreis

Die Ludwig-Maximilians-Universität München verleiht alle zwei Jahre den mit maximal 30.000 € dotierten Felix-Wankel-Forschungspreis für innovative wissenschaftliche Arbeiten, deren Ziel bzw. Ergebnis es ist, Tierversuche zu ersetzen oder einzuschränken, den Tierschutz generell zu fördern, die Gesundheit und tiergerechte Unterbringung von Versuchs-, Heim- und Nutztieren zu gewährleisten oder die Grundlagenforschung zur Verbesserung des Tierschutzes zu unterstützen.

Für die aktuelle Ausschreibung Preises für 2019 müssen die Vorschläge mit den Arbeiten bis zum 30.09.2018. vorliegen. Näheres erfahren Sie hier.

Der Felix-Wankel-Tierschutz-Forschungspreis 2017 wurde mit 20.000 Euro an Herrn Prof. Dr. Volkhard Kempf, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene des Universitätsklinikums Frankfurt am Main für seine Arbeiten zu „Menschliche Organ-Infektionsmodelle verliehen.  Prof. Kempf hat ein humanes dynamisches Nabelschnur-Infektionsmodell in der infektionsbiologischen Grundlagenforschung etabliert, um die eingeschränkte Übertragbarkeit von Erkenntnissen aus Tierinfektionsmodellen auf den Menschen zu verbessern sowie Tierinfektionsversuche zu reduzieren.

SET – Stiftung für Ersatz und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen

Die Stiftung SET, bestehend aus Vertretern der Industrie, des Tierschutzes sowie aus Wissenschaft und Behörden, fördert interdisziplinäre Projekte, die Tierversuche reduzieren, ersetzen oder die Belastungen für die Tiere reduzieren (3R). Folgende drei Bereichen werden unterstützt: wissenschaftliche Projekte mit 3R-Fokus, Kommunikation in diesem Bereich sowie Aus- und Fortbildung. Der letzte Bereich dient der Etablierung von Alternativmethoden in der wissenschaftlichen Ausbildung, es werden Ausbildungskurse für Nachwuchswissenschaftler gefördert.

Die diesjährige Deadline für die Einreichung von Projektskizzen war im Februar 2018. Näheres erfahren Sie hier.

Ein Förderungsbeispiel ist die Vermittlung einer alternativen Methode zur Wirksamkeitsüberprüfung von Psychopharmaka: Waren hier bisher äußerst belastende Untersuchungen bei Katzen und Affen notwendig, besteht nun die Möglichkeit, deren Wirksamkeit an Gewebeschnitten von Rattenhirnen zu untersuchen. Die hierfür erforderlich spezielle Hirnschnitt-Technik wird mit Unterstützung der Stiftung inzwischen am Lehrlabor von Prof. Haas, Düsseldorf, interessierten Wissenschaftlern in Lehrgängen zugänglich gemacht.

BMBF Förderung von „Alternativmethoden zum Tierversuch“

Um die führende Position Deutschlands in der Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch zu stärken, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in diesem Bereich – seit 1980 in mehr als 500 Projekten. Gefördert werden 3R-orientierte Forschungsprojekte (Modul I) und Strategien für die Implementierung und Verbreitung von Alternativmethoden (Modul II).

Mit der ergänzenden Maßnahme „Innovative Toxikologie zur Reduzierung von Tierversuchen (e:ToP)“ fördert das Ministerium zudem Projekte, die die giftige Wirkung von Chemikalien bereits auf molekularer Ebene erkennbar machen.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen in Einzel- und Verbundvorhaben mit Sitz in Deutschland. Die jährliche Frist zum Einreichen von Anträgen ist der 15. März. Nähere Informationen zu den Förderungen erfahren Sie hier.

Geförderte Projekte sind z. B. Multi-Organchips der Berliner TissUse GmbH, um die Entwicklung neuer Medikamente zu revolutionieren oder die Erforschung eines 3D-Modelles zur Knochenheilung an der Charité-Universitätsmedizin Berlin, um Therapien zu verbessern und Tierversuche zu reduzieren.

International Foundation for Ethical Research (IFER)

Die internationale Stiftung für ethische Forschung, 1985 gegründet, ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz in Chicago, Illinois. Die Stiftung wird hauptsächlich durch die National Anti-Vivisection Society (NAVS) finanziert. Die IFER widmet sich der Entwicklung, Validierung und Implementierung wissenschaftlich Methoden, welche die Forschung, Produkttestung und Ausbildung ohne Tierversuche voranbringen.

Die IFER vergibt Stipendien an Wissenschaftler, die zuverlässige Alternativen zu Tiermodellen und Testprotokollen entwickeln sowie an Masterstudenten und Doktoranden, welche in ihren Studien das Tierwohl und innovative Ersatztechnologien einbeziehen. Dabei werden neben Naturwissenschaften, Human- und Veterinärmedizin auch zugehörige Projekte aus Bildungswesen, Psychologie, Geisteswissenschaften, Journalismus und Jura gefördert.

Die letzte Ausschreibung für Antragsvorschläge endete am 30.04.2018.

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Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover hat bereits 2004 eine Kommission für E-Learning (computergestütztes oder internetbasiertes Lernen) eingesetzt, um der starken Nachfrage und dem Potential dieses Mediums für die Lehre zu begegnen. Die Stiftung bietet z. B. spezielle Beratung für Dozenten bei der Erstellung von Lernprogrammen und deren Integration ins Curriculum, aber auch Hilfe bei der Drittmittelförderung von E-Learningprojekten.

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Stifterverband für die deutsche Wissenschaft

Der Verband vergibt über 100 verschiedene Preise und Auszeichnungen, beispielsweise der jährliche, mit 50.000 € dotierte Ars-legendi-Preis für exzellente Hochschullehre. Damit zeichnet der Stifterverband Professoren und Dozenten aus, die sich als besonders gute Hochschullehrer erweisen, weil sie beispielsweise neue Wege erproben oder innovative Methoden haben, ihr Wissen weiterzugeben. Dabei bildet eine spezifische Lehrsituation den Fokus der Ausschreibung. Die letzte Ausschreibung endete am 29.07.2018.

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Marchig Animal Welfare Trust

Die Marchig Tierschutz-Stiftung wurde 1989 von Madame Jeanne Marchig von Genf aufgrund ihrer Sorge um Natur und Tiere und in Gedenken an ihren Ehemann, dem italienischen Maler Giannino Marchig, gegründet. Die Stiftung ist eine, in Großbritannien ansässige Wohltätigkeitsorganisation.

Es werden Förderungen und Preise u. a. für die Entwicklung und praktische Implementierung von Alternativen zu Tierversuchen vergeben. Dabei gibt es keine geografischen Einschränkungen (außer USA und Kanada) oder Einschränkungen von Bewerbern.

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