Fördergelder

Human Focused Testing Grant

Stipendium zur Unterstützung eines studentischen in vitro-Forschungsprojekts

Das Marketing-Unternehmen Human Focused Testing (HFT) fordert Studenten auf, sich für ein Forschungsstipendium in Höhe von 500 Dollar zur Finanzierung der Kosten eines studentischen Forschungsprojekts unter Verwendung humanen biologischen Probenmaterials zu bewerben. HFT bietet unter anderem Beratungsleistungen für forschende Unternehmen an, die nach geeigneten in vitro-Testservice oder humanen Gewebe und neuen funktionalen Gewebe-Testsystemen suchen. Die Forschungsprojekte der Bewerber sollten sich bspw. mit funktionellen in vitro-Gewebetests befassen, mit Biomarkeranalysen (z. B. Protein- oder genetische Biomarker), mit der physiologischen Charakterisierung der Gewebe in vitro, mit der Untersuchung der Rolle der Zellsignalgebung oder mit der Erzeugung von in vitro-Modellen aus gesundem oder krankem Gewebe.

Bewerbungen aus jedem Land sind möglich. Bewerbungsschluss für 2012/2013 ist der 30. Oktober 2012. Weitere Informationen unter: http://humanfocusedtesting.com/call-for-grant-applications.html

Felix-Wankel-Forschungspreis

Die Ludwig-Maximilians-Universität München verleiht mit dem Felix-Wankel-Forschungspreis bis zu 30.000 Euro für innovative wissenschaftliche Ergebnisse, die Tierversuche  ersetzen können.

Der Forschungspreis wurde 1997 auch an Prof. Dr. Dr. h.c. Christian Winter, Universität Frankfurt/Main, und Dipl.Ing. Wolfgang Kuck, Rosenheim für die Entwicklung des „Myograph“ verliehen, einem System, das neurologische Vorgänge im nicht-invasiven Selbstversuch messen kann und die Versuche an Nerven und Muskeln von Fröschen in der Studentenausbildung entbehrlich macht.

InterNICHE – Humane Education Award

Mit dem InterNICHE-Award werden jährlich Projekte gefördert, mit denen eine effektive ethische Lehre umgesetzt werden kann. Mit Unterstützung der niederländischen Organisation Proefdiervrij wird an einen oder mehrere Antragsteller eine Summe von 20.000 Euro vergeben, wobei besonders das Potential des Projektes Tiere zu ersetzen bewertet wird. Antragsteller können Dozenten, Studenten und andere Personen aus der ganzen Welt sein.

Mit dem Award konnten schon eine große Zahl von Projekten gefördert werden, u.a. konnten mehrere hochwertige Freeware-Software-Programme als humane Lehrmaterialien verbreitet werden (siehe Freeware). Eine Übersicht zu geförderten Projekten und eine Bewertung der Bedeutung solcher Fördermittel finden Sie in der Publikation: Nick Jukes and Siri Martinsen (2007): InterNICHE Humane Education Award: Assessing the international impact, ALTEX 14, 281-283.

SET – Stiftung für Ersatz und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen

Die Stiftung SET fördert interdisziplinär Projekte, die Tierversuche reduzieren und ersetzen. Stifter sind verschiedene Vertreter aus Industrie, Tierschutz, Wissenschaft und Behörden. Förderanträge können für die Erforschung und Etablierung von Ersatz- und Ergänzungsmethoden zu Tierversuchen   gestellt werden.

Die Stiftung förderte beispielsweise auch die Westfälische Wilhelms-Universität Münster für ihr derzeit einmaliges Ausbildungskonzept. Der Fachbereich Biologie bietet bereits seit 2006 im Rahmen der Bachelor- und Masterstudiengänge Ausbildungsmodule rund um den Tierschutz an. In Vorlesungen, Praktika und Exkursionen werden Studenten Alternativen zu Tierversuchen nahe gebracht. (Pressemitteilung 2008)

BMBF Förderung von „Alternativmethoden zum Tierversuch“

Um die führende Position Deutschland in der Entwicklung von Alternativen zum Tierversuch zu stärken, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in diesem Bereich.

Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Deutschland.

Die Bekanntmachung vom 17.6.11 sowie weitere Informationen zu Antragsbedingungen und Formularen finden Sie auf bmbf.de.

Doerenkamp-Zbinden-Tierschutzpreis

Die Doerenkamp-Zbinden-Stiftung wurde von Professor Gerhard Zbinden, dem Direktor des Instituts für Toxikologie der ETH Zürich, gegründet. Seit 20 Jahren zeichnet die Stiftung jährlich Projekte zum Ersatz von Tierversuchen in Forschung und Lehre aus.

Schon 1988 wurde Dr. Charles E. Branch von der Auburn Universität/ USA für die Entwicklung eines interaktiven Videos zur Simulation experimenteller pharmakologischer Studien geehrt.

Im Jahre 2006 wurde Prof. Dr. David Dewhurst von der Universität Edinburgh/ England für seine hervorragenden Beiträge zum Ersatz von Tieren in der universitären Physiologie- und Pharmakologie-Ausbildung ausgezeichnet. Er entwickelte über 40 computerbasierte Lehrprogramme (u.a. im Sheffield BioScience Programm enthalten, siehe eBook). Seine interaktiven multimedialen Computerprogramme sind weltweit in der universitären Ausbildung erfolgreich im Einsatz. Er ist Ko-Direktor und Mitbegründer des Europäischen Zentrums für Alternativen EURCA.

Derzeit werden die Förderrichtlinien der Stiftung an die weltweite Gründung mehrerer Lehrstühle für Alternativen zu Tierversuchen angepasst. Für aktuelle Informationen besuchen Sie bitte die Webseite der Stiftung.

Egon Naef-Stiftung (französisch, englisch)

Die Schweizer Stiftung vergibt jährlich Gelder für Projekte, besonders für in vitro Forschung und daraus resultierende Ersatzmethoden zu Tierversuchen. Die Stiftung startete im Jahr 1999 mit der Verleihung von 10.000 SFR an Nick Jukes (England) und Ursula Zinko (Schweden) für die erfolgreiche Gründung von EuroNICHE (später InterNICHE) und die Veröffentlichung des Videos „Alternatives in Education„.

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover

Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover hat bereits 2004 eine E-Learning-Kommission eingesetzt, um der starken Nachfrage und dem Potential dieses Mediums für die Lehre zu begegnen.  Die Stiftung bietet spezielle Beratung für Dozenten, Fortbildungen, aber auch Unterstützung und Hilfe bei der Drittmittelsuche für Doktoranden.

Lord Dowding Fund

Die Stiftung wurde bereits 1973 von Lord Dowding, dem damaligen Präsidenten der Englischen Anti-Vivisektions-Gesellschaft, ins Leben gerufen. Sie fördert besonders die tierversuchsfreie Forschung und Ausbildung in Großbritannien. Jährlich werden etwa 300.000 englische Pfund an die Antragsteller vergeben. Annahmeschluss ist jeweils der 30.September. Für weitere Antragsbedingungen besuchen Sie bitte die Webseite www.ldf.org.uk.

Gefördert wurde beispielsweise auch eine Vortragsreihe durch Prof. Dr. Dewhurst in Brasilien. Er thematisierte den Tierverbrauch in der Ausbildung der Physiologie und Pharmakologie und stellte verschiedene alternative Lehrmethoden vor, die nachfolgend in Südamerika teilweise auch umgesetzt werden konnten. Desweiteren wurde die Entwicklung verschiedener Computersimulationen für die universitäre Lehre gefördert wie auch weitere Projekte im Rahmen der tierversuchsfreien Forschung.

Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

Der Verband lobt eine ganze Reihe verschiedener Preise und Auszeichnungen aus, beispielsweise für hervorragende Einzelpersonen oder Gruppen, den besten Studiengang oder exzellente Lehre. Unter anderem können auch Fachschaften Vorschläge einbringen und Preisgelder erhalten. Aktueller Einsendeschluss für die Auszeichnung CUM LAUDE ist der 25. Juli 2011.

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