Chicago: Assistenzärzte lernen Operationen virtuell

Von , 5. Juli 2016 10:37

Im Fachbereich Geburtshilfe und Gynäkologie des Universitätsklinikum der Rush Universität in Chicago erlernen angehende Chirurgen künftig Operationstechniken am Menschen in der virtuellen Realität. Dadurch sollen Tierversuche an schwangeren Schweinen wegfallen.

Die Universität hat sich diese Virtual Reality (VR)-Technik mit Unterstützung der Tierschutzorganisation PeTA angeschafft. Die Studenten lernen und üben hier Standardtechniken an Gebärmutter, Eierstöcken und Eileiter. Es ist eine Alternative zum Training an Tieren. Studenten setzen sich dabei eine VR-Brille auf und sehen einen virtuellen Patienten auf dem Bildschirm. Per Joystick, aber auch anderer chirurgischer Instrumente können die Studenten nun solange üben, bis einzelne Handgriffe sitzen. Die Handgriffe sind beliebig oft wiederholbar und die Studenten können auch ohne Betreuer üben. In die Software ist auch ein Beurteilungssystem eingebaut, so dass die Übenden ein Feedback erhalten.

Die Kosten für die VR-Technik betragen 75.000 US$, das spezielle Trainingsmodul 12.000 US$.

Quellen:
http://chicago.suntimes.com/news/virtual-reality-surgical-system-coming-to-rush-obgyn-residency/
https://vrodo.de/virtual-reality-statt-tierversuche-chirurgen-ueben-rein-virtuell/

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