Erster Zellbiologie-Kurs an der TU Berlin ohne Tierleid

Wie die Berliner Technische Universität veröffentlicht hat, wird der einwöchige Laborkurs „Nukleinsäuretechnologien“ im Rahmen des Moduls „Molekulare Medizin“ für Studierende im Masterstudiengang Biotechnologie künftig ohne Hilfsstoffe oder Methoden durchgeführt, die auf der Verwendung von Tieren basieren. 

Damit sollen den angehenden Wissenschaftler*innen Wege aufgezeigt werden, im Labor nicht nur ohne Tierversuche, sondern ganz ohne tierbasierte Verfahren auszukommen.

Dies vermeidet nicht nur Tierleid, sondern trägt auch zu verlässlicheren Forschungsergebnissen bei – denn tierische Produkte unterliegen stets Qualitätsschwankungen und bringen zudem in die humanmedizinische Forschung eine zusätzliche Komponente ein, die die Aussagekraft der Ergebnisse reduziert.

Das Fachgebiet „Angewandte Biochemie“ stellt das gesamte Praktikumsprotokoll des Laborkurses als Open Source auch anderen Universitäten zur Verfügung.

Was viele nicht wissen: Auch die Hilfsstoffe und Methoden in ganz normalen zell- und molekularbiologischen Laboren sind oft tierischen Ursprungs. Als Nährmedium für die Vermehrung von Zellen etwa wird meist „fötales Kälberserum“ verwendet – das aus den Kälbern trächtiger Kühe gewonnen wird.

Weitere Informationen:
https://www.tu.berlin/news/detail/erster-zellbiologie-kurs-an-der-tu-berlin-ohne-tierleid