Schule und Ausbildung

Einsatz von Tieren in der Schule

Tierversuche und tierverbrauchende Übungen, die mit Schmerzen, Leiden und Schäden für die betroffenen Tiere einhergehen, sind in Deutschland an Schulen verboten.

„Eingriffe oder Behandlungen zur Aus-, Fort- oder Weiterbildung“ sind in § 10 des deutschen Tierschutzgesetzes geregelt. Dabei geht es nicht um die Suche nach einer noch offenen Fragestellung, sondern um die Weitervermittlung und Demonstration bereits bestehender wissenschaftlicher Erkenntnisse (vgl. H.-G. Kluge: Kommentar zum Tierschutzgesetz, Kohlhammer-Verlag, S. 239). Werden Tieren Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt, so handelt es sich um eine „Behandlung“ nach § 10. Diese Behandlungen dürfen jedoch nur an einer Hochschule, einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung oder einem Krankenhaus vorgenommen werden. Von diesen berechtigten Einrichtungen sind Schulen klar abzugrenzen (vgl. Kluge, S. 240). An einem Gymnasium durchgeführte Tierversuche sind kein zulässiger Zweck nach § 7 Tierschutzgesetz und daher verboten. Zuwiderhandlungen können als Ordnungswidrigkeit nach § 18 oder als Straftat nach § 17 Tierschutzgesetz geahndet werden (vgl. Kluge, S. 378).

Mit anderen Worten, Tierversuche und tierverbrauchende Übungen, die mit Schmerzen, Leiden und Schäden für die betroffenen Tiere einhergehen, stellen einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar, da sie nicht an einer Schule durchgeführt werden dürfen.

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