Situationskritik

Tierverbrauch im Studium – Eine kritische Betrachtung

Worum geht’s ?

Nach wie vor sind an den meisten deutschen Hochschulen in den Studiengängen der Humanmedizin, der Veterinärmedizin und der Biologie tierverbrauchende Übungen Pflichtbestandteil der Ausbildung. Auch in Pharmazie, Ernährungswissenschaften, Psychologie, Geographie und anderen Studiengängen werden mitunter Lehrveranstaltungen mit Tierverbrauch angeboten; ebenso in der Ausbildung zum medizinisch-technischen-, veterinärmedizinisch-technischen- oder biologisch-technischen Assistenten, und selbst im Schulunterricht werden   tierverbrauchende Übungen teilweise als Lehrmethode eingesetzt.

Wer sich an der Hochschule aus Gewissensgründen weigert, am Tierverbrauch teilzunehmen, bekommt keinen Leistungsnachweis und kann das Studium nicht erfolgreich absolvieren. Einige Fakultäten der Humanmedizin verzichten bereits auf tierverbrauchende Übungen, doch an den meisten Fachbereichen der Humanmedizin, der Biologie und der Veterinärmedizin gelten diese Übungen auch weiterhin als unabdingbar. So werden in Deutschland auch weiterhin jährlich über 60.000 Tiere allein für den Pflichtteil der studentischen Ausbildung dieser drei Fächer getötet.

Welche Versuche werden durchgeführt und was sind die Lehrinhalte, die sie vermitteln sollen?
Einen vollständigen Überblick über den Tierverbrauch in der studentischen Ausbildung an den über 100 biologischen, human- und veterinärmedizinischen Fakultäten zu geben, ist in diesem Rahmen nicht möglich. Im Folgenden werden aber zumindest die tierverbrauchenden Veranstaltungen besprochen, die zum Pflichtteil der studentischen Ausbildung gehören. Gemessen an der Zahl der Tiere, die für das Studium getötet werden, stehen dabei die morphologischen und physiologischen Praktika im Vordergrund dieser Studiengänge. Die Praktika haben dort z. T. unterschiedliche Bezeichnungen. Zudem sollte berücksichtigt werden, dass sich die Zahl der mit Tierverbrauch einhergehenden Versuche durch freiwillige oder Wahlpflicht-Veranstaltungen noch einmal um ein Vielfaches erhöht.

Biologie
Humanmedizin
Veterinärmedizin

Zur Situation an den Hochschulen
Einen Überblick zum Einsatz von Tieren und humanen Lehrmaterialien gibt der sich derzeit in Überarbeitung befindende Uni-Übersicht. In Kürze werden die Inhalte wieder auf der SATIS-Webseite zur Verfügung stehen.

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