Rot-Grün will Tierversuche in Hamburg reduzieren

Wie die Hamburger Morgenpost in ihrer gestrigen Ausgabe schrieb, will die Rot-Grüne Fraktion in der Hansestadt Hamburg Tierversuche an Hamburgs Universitäten senken und den Tierschutz im Hamburgischen Hochschulgesetz verankern.

Dafür haben die beiden Fraktionen den Senat aufgefordert, einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorzulegen. Die Hochschulen sollen auch zur Entwicklung und Förderung von tierversuchsfreien Lehrmethoden verpflichtet werden.

Quelle:
https://www.abendblatt.de/hamburg/article217049865/Antrag-Rot-Gruen-will-Tierversuche-in-Hamburg-reduzieren.html

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Tierschutzseminar des Bundesverbandes der Veterinärmedizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvvd)

Das Tierschutzseminar der Arbeitsgruppe Tierschutz des bvvd findet vom 21.-23.06.19 in Leipzig statt. Das spannende Thema ist die Frage: „Zoo und Zirkus – Tierliebe oder nur Publikumsmagnet?“.
Für die Verpflegung inklusive vieler gesunder Mahlzeiten und Snacks wird gesorgt. Unterkommen könnt ihr am Campus, wo in Seminarräumen Lager aufschlagen werden können. Ein gemeinsames Grillen, eine Campus- und Stadtführung sind auch dabei.

Des Weiteren wird das Programm aus vielen interessanten Vorträgen toller Redner, einer Podiumsdiskussion und Workshops bestehen.
Die Teilnahme kostet 30€ pro Teilnehmer für das komplette Wochenende inklusive der Verpflegung.
Schickt eine Mail an tierschutz@bvvd.de und meldet euch an.

Weitere Informationen unter: https://www.facebook.com/bvvdev/posts/2349836505073963?comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22O%22%7D

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Abschlussarbeit (Diplom/ Master) beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Berlin mit dem Thema:

In der Abteilung Chemikalien- und Produktsicherheit des BfR, in Zusammenarbeit mit der Charité –Universitätsmedizin Berlin, besteht in der Fachgruppe „Produktbeschaffenheit und Nanotechnologie“ ab sofort die Möglichkeit des Anfertigens einer Abschlussarbeit mit dem Thema: „Abweichung von der additiven Toxizität durch Metallnanopartikel und -ionen: toxikologische Untersuchungen von oxidativem Stress und Entzündungsmarkern“

Weitere Informationen: https://www.bfr.bund.de/cm/343/ausschreibung-fuer-eine-abschlussarbeit-diplom-master-in-der-abteilung-chemikalien-und-produktsicherheit-in-zusammenarbeit-mit-der-charite.pdf


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EUSAAT-Kongress in Linz auf Oktober verschoben

Der diesjährige EUSAAT-Kongress über Alternativen zum Tierversuch in Linz ist aus organisatorischen Gründen von August auf den Zeitraum vom 10. – 13. Oktober 2019 verschoben worden.

Der Kongress der European Society for Alternatives to Animal Testing (EUSAAT) ist der größte Kongress zum Thema 3R in Europa. Er wird traditionell in den Räumen der Johannes-Keppler-Universität in Linz veranstaltet.

Die Schwerpunktthemen für den kommenden Kongress 2019 können auf der EUSAAT-Website eingesehen werden. http://eusaat-congress.eu/index.php/congress/2019/topics

Registrierungen und Abstrakteinreichungen für Vorträge und Poster sind ab 1. März möglich.

Deadline ist der 14. Juni, 23:59 Uhr.

Weitere Informationen:
https://www.eusaat-congress.eu/

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3R-(Replacement, Reduction oder Refinement)-Kongressstipendien 2019

Die European Partnership for Alternative Approaches to Animal Testing (EPAA) unterstützt auch in diesem Jahr wieder Studenten, die hervorragende Arbeit in alternativen Ansätzen leisten, mit Reisestipendien zur Teilnehme an einer hochkarätigen wissenschaftlichen Veranstaltung.

Jedes Jahr treffen sich hochkarätige internationale Wissenschaftler, die an der Entwicklung und Akzeptanz von 3R-Alternativen zu Tierversuchen (Replacement, Reduction oder Refinement) arbeiten. Die mit der Teilnahme verbundenen Kosten können Studierende, die an vielversprechenden Fragestellungen arbeiten, daran hindern, an diesen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Partner der EPAA sponsern daher 3R-Studierendenstipendien (3R student grants), um ihnen die Teilnahme an solchen Veranstaltungen zu erleichtern.

Die Anträge werden von einer Jury beurteilt, die sich aus vier Vertretern des EPAA-Lenkungsausschusses (zwei Vertreter der Industrie und zwei Vertreter der Europäischen
Kommission), zusammensetzt.

Für jede der förderfähigen Veranstaltungen steht ein Pauschalbetrag von 1.500 € zur Verfügung. Die EPAA-Partner bieten zwei Arten von Zuschüssen an: einen halben und einen vollen Zuschuss.

Drei Kongressteilnahmen sind förderfähig, der FELASA-, der EUSAAT- und der EUROTOX-Kongress.

Deadline ist je nach Kongress:
FELASA:     14. April 2019
EUSAAT:    14. Juni  2019
EUROTOX: 14. Juli   2019

Quelle:
https://ec.europa.eu/growth/content/3rs-student-grants-2019-call-submissions_en

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Masterarbeit zur Herstellung neuronaler Organoidstrukturen mittels 3D Bioprinting

Im Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf ist in der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Ellen Fritsche eine Masterarbeit ausgeschrieben. Ziel ist die Herstellung Hydrogel-basierter neuronaler Netzwerke basierend auf humanen iPSC-abgeleiteten Neuronen und Gliazellen für Neurotoxizitätstests in vitro. Gesucht werden Studierende der Biochemie, Biomedical Engineering oder anderer Studiengänge mit Erfahrung in Hydrogel-Präparationen/-Charakterisierung, Stammzellen, tissue engineering, 3D-Zellkultur oder molecule crosslinking techniques.

Hier findet Ihr die Ausschreibung.

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Masterarbeit zur Etablierung einer Kultivierungsplattform für komplexe in vitro Modelle

Im Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf ist in der Arbeitsgruppe „Modern risk assessment and sphere biology“ eine Masterarbeit ausgeschrieben. Ziel ist die Entwicklung einer Bioreaktor-Einheit und Durchführung erster Proof of Concept Experimente mit iPSC-abgeleiteten 3D-Hirnzellkulturen in Hydrogel. Gesucht werden Studierende der Biochemie, Biomedical Engineering oder anderer Studiengänge mit Erfahrung in  Hydrogel-Präparationen/-Charakterisierung, Stammzellen, tissue engineering oder 3D-Zellkultur.

Hier findet Ihr die Ausschreibung.

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Erster Studiengang für vegane Ernährung vereint BWL und Tierschutz

An der Fachhochschule des Mittelstands an den Standorten Bielefeld, Köln, Rostock, Bamberg und Berlin gibt es den weltweit ersten Bachelor-Studiengang für Vegan Food Management. Markus Keller, der erste Professor für vegane Ernährung in Deutschland, gründete 2010 das Institut für alternative und nachhaltige Ernährung in Gießen und hat den neuen Studiengang ins Leben gerufen.

Vegan Food Management ist schwerpunktmäßig ein Wirtschaftsstudiengang: BWL, VWL, Rechnungswesen, Wirtschaftsrecht, Marketing. Dazu kommen aber Ernährungslehre und -medizin, Soziologie des Essens, Konsumentenverhalten der veganen Zielgruppe, Tierschutz und Lebensmittelrecht. Und vieles mehr. Keller sieht exzellente Berufschancen: „Der Markt für vegane Lebensmittel, der auch viele Mischköstler bedient, hat zweistellige Zuwachsraten, und Fachleute sind noch Mangelware.“

Ein ehemaliges Exoten-Thema scheint Bedeutung zu gewinnen, gerade im Hinblick auf das Klima. „Ökologisch haben wir keine andere Chance“ sagt Keller. Ein Viertel der Klimagase entstünden durch die Ernährung. Durch eine vegetarische Ernährung ließen sie sich um 30 Prozent reduzieren, durch eine vegane um 50 Prozent.

SATIS schätzt die Gründung des neuen Studiengangs sehr. Die Ausbildung mit den verschiedenen Disziplinen ist eine gute Grundlage, um eine Reduzierung des Fleischkonsums zu bewirken und somit wesentlich zum Tier- und Umweltschutz beizutragen.

Weitere Informationen:

https://www.wp.de/region/sauer-und-siegerland/bwl-und-tierschutz-erster-studiengang-fuer-vegane-ernaehrung-id215647729.html

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Erstmals anatomische Präparate statt Schweine für Mediziner-Weiterbildung in Halle

Im anatomischen Institut in Halle fand am vergangenen Samstag der jährliche, von der St. Elisabeth-Klinik organisierte Workshop für Mediziner statt. Die Mediziner werden in speziellen OP-Verfahren am Brustkorb (Thorakoskopie) geschult. Bisher wurden narkotisierte Schweine verwendet und nach den Übungs-OP eingeschläfert.

Die Geschäftsführung des Krankenhauses hat auf die heftigen Proteste durch die Tierschutzorganisation Peta im Vorjahr reagiert. Peta hat das Krankenhaus mehrfach öffentlich aufgefordert, statt der narkotisierten Schweine alternative Übungsobjekte zu nutzen und eine Petition mit 30.000 Unterstützern an die Klinikdirektion übergeben.

Die Geschäftsführung des Krankenhauses hat die Tierrechtsorganisation eingeladen, um tierfreie Alternativen für die Ärzte-Workshops zu besprechen. Das St. Elisabeth Krankenhaus prüfe, ob bestimmte Operationen in Lehrveranstaltungen bald ohne Tiere durchgeführt werden können. 2019 könnte es soweit sein, sagte Chefarzt Dr. Ralf Heine.

Für den oben genannten Kurs werden nun erstmals anatomische Präparate verwendet. Sie stammen von Verstorbenen, die sich zu Lebzeiten bereit erklärt hatten, ihre Körper nach dem Tod für Wissenschafts- und Lehrzwecke zur Verfügung zu stellen.

SATIS begrüßt die Umstellung des Workshops als ein vorbildliches Beispiel. Sie zeigt, dass es sich lohnt, Leiter von Aus- und Weiterbildungskursen unter Druck zu setzen, so dass diese gründlich prüfen, ob die eingesetzten Tiere in der Aus- und Weiterbildung wirklich unerlässlich sind.

Weitere Informationen:

https://www.mz-web.de/halle-saale/nach-protesten-uebungs-op-werden-nicht-mehr-an-lebenden-schweinen-vorgenommen-31467514

https://www.mz-web.de/halle-saale/toedliche-schweine-ops-in-halle-peta-uebergibt-30-000-unterschriften-30046352

 

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PETA USA spendet 119 Simulatoren an Chirurgieprogramme weltweit – verbesserte Ausbildung und über 2000 Tiere pro Jahr vor Tod und Verstümmelung bewahrt

Eine in der Fachzeitschrift Journal of Surgical Education veröffentlichte Studie berichtet über eine bisher einzigartige Kooperation der Nicht-Regierungsorganisation PETA mit der Herstellerfirma des TraumaMan-Simulators, Simulab. Zur Modernisierung der chirurgischen Trauma-Ausbildungsprogramme ATLS (Advanced Trauma Life Support) spendete PETA die von der Firma rabattierten Simulatoren an ATLS-Programme in 22 Ländern weltweit.

Um zu lernen, wie man traumatische Verletzungen bei Menschen behandelt, ist die fortschrittliche Simulationstechnologie nachgewiesen besser geeignet als der herkömmliche Einsatz von Hunden, Ziegen, Schweinen und Schafen. So ist der lebensecht nachgebildete Torso des TraumaMan in Bezug auf den menschlichen Körper anatomisch korrekt, besitzt realitätsnahe Haut, Gewebe, Organe sowie Knochen und simuliert Atmen und Bluten. Die Simulatoren sind zudem kosteneffektiver, ortsunabhängig einsetzbar und wiederverwendbar. Die Auszubildenden können die chirurgischen Übungen so oft wiederholen bis sie sich absolut sicher darin fühlen. Vom Minnesota Department of Health’s State Trauma Advisory Council wurden die Simulatoren als hinreichende Alternative begrüßt.

Die fortschrittliche Simulationstechnik hatte bereits mehr als 99% der Kurse in den USA und Kanada revolutioniert und ersetzt nun die entsprechenden Tierversuche in anderen Ländern, in denen eine Umstellung finanziell nicht möglich war.

Zwischen 2012 und 2017 befragte PETA ATLS-Programme in 64 Ländern. Von den 56 Programmverantwortlichen, die antworteten, nutzten ursprünglich 18 (32%), tierfreie Übungsmethoden; 38 (67%) setzten Tiere ein. Nach der Spende der Simulatoren im Wert von fast 3 Millionen US-Dollar nutzen nun 75% der Programmverantwortlichen, die sich im Rahmen der Umfrage gemeldet hatten, die moderne Ausstattung.

Studien haben gezeigt, dass Ärzte, die ihre lebensrettenden chirurgischen Fähigkeiten an TraumaMan-Modellen erlernen, sachkundiger sind als Ärzte, die an aufgeschnittenen Tieren lernen.

Diese Ergebnisse und die erfolgreiche Umstellung der ATLS-Programme in den USA, Kanada und nun weiteren Ländern erhöhen den Druck auf Kurse mit noch nicht ersetztem Tierverbrauch. Dieser ist durch die neue Technologie immer schwieriger zu rechtfertigen. SATIS empfiehlt, den Wandel auch hier aktiv voranzutreiben. TraumaMan und ähnliche Ersatzmodelle sind in der InterNICHE Alternativendatenbank beschrieben und auch erwerbbar.

 

Weitere Informationen:

PETA: Studie zeigt: 22 Chirurgie-Ausbildungsprogramme dank PETA USA jetzt ohne Tierversuche. Link

Shalin G. Gala, Marie L. Crandal (2018) Global Collaboration to Modernize Advanced Trauma Life Support Training, Journal of Surgical Education, ISSN 1931-7204, https://doi.org/10.1016/j.jsurg.2018.08.011

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